Qualitative Sozialforschung
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Soziologie und Nationalsozialismus

15235 - Seminar

Dr. Holger Knothe

Mi. 14-16 Uhr c.t., Konradstr. 6, 109
Beginn: 19.10.2016   Ende: 08.02.2017

Spätestens mit der 2011 in der DGS-Zeitschrift Soziologie begonnenen Auseinandersetzung über die Frage, ob der NS ein legitimer und relevanter Gegenstand soziologischer Analyse sei und wie eine theoretisch hinreichende Beschäftigung mit diesem Gegenstand aussehen könnte, ist der NS (erneut) Gegenstand hitziger Kontroversen innerhalb der soziologischen Fachöffentlichkeit. Ausgehend von diesen Diskussionen und dem Befund, dass es trotz der anhaltenden gesellschaftlichen Bedeutung des Themas nur vereinzelte soziologische Analysen zum NS gibt, nimmt das Seminar mittels einer fachkritischen Perspektive die Beziehungen zwischen Soziologie und NS auf disziplingeschichtlicher, politischer und gesellschaftstheoretischer Ebene in den Blick.

Dabei stehen insbesondere die Geschichte und Rolle der deutschen Soziologie im NS-Regime sowie die Frage inwieweit und mit welchen theoretischen Perspektiven und Konzepten sich die deutsche und internationale Soziologie nach 1945 mit dem Nationalsozialismus auseinandergesetzt hat im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Literatur

  • Christ, Michaela & Suderland, Maja (Hg.) (2014): Soziologie und Nationalsozialismus. Positionen, Debatten, Perspektiven. Berlin: Suhrkamp.
  • Bauman, Zygmunt (2002): Dialektik der Ordnung. Die Moderne und der Holocaust. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt.

Bemerkung

Anwesenheitspflicht in der 1. Veranstaltungsstunde! Sollten Sie aus triftigen Gründen nicht teilnehmen können, so informieren Sie den/die Dozenten/Dozentin rechtzeitig. Unentschuldigtes Fehlen in der 1. Veranstaltungsstunde bedeutet automatisch den Verlust des Kursplatzes.

Voraussetzungen

  • regelmäßige und aktive Teilnahme
  • kontinuierliche Lektüre der Literatur

Leistungsnachweis

  • Referat
  • Übungsaufgaben
  • Hausarbeit